Für wen lohnt sich die PKV?

Beamte und Referendare: Dein Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen Teil deiner Krankheitskosten — meist die Hälfte. Die PKV sichert die restliche Lücke über einen beihilfekonformen Tarif ab. Der Beihilfesatz steigt übrigens: bei Pensionierung auf 70 %, ab dem zweiten Kind auf 70–80 %.

Selbstständige: Hier lohnt sich der Wechsel vor allem als Kosten- und Leistungsmodell gegenüber dem GKV-Höchstbeitrag (aktuell etwa 1.000–1.250 € im Monat). Wichtig: Die Ersparnis gegenüber der GKV sollte konsequent in den eigenen Vermögensaufbau fließen, statt einfach zu verpuffen.

Studenten: Vorsicht bei der Befreiung von der GKV-Pflicht zu Studienbeginn — sie bindet langfristig. Fällt mit 25 Jahren die Familienversicherung weg, ist eine Rückkehr in die studentische GKV ausgeschlossen. Diese Entscheidung solltest du dir gut überlegen.

Worauf ein guter Tarif achten muss

Nicht jeder PKV-Tarif ist gleich gut — ein paar Bausteine machen den Unterschied:

Gesundheitsprüfung — was du wissen solltest

Beim Antrag fragt der Versicherer deine Gesundheitshistorie ab: in der Regel 3 Jahre rückwirkend für ambulante Behandlungen, 5 Jahre für stationäre Aufenthalte und Operationen, 10 Jahre für Psychotherapie.

Die vorvertragliche Anzeigepflicht (§ 19 VVG) verpflichtet dich, alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten — auch längst ausgeheilte Erkrankungen. Wird das verschwiegen, drohen Rücktritt vom Vertrag oder Leistungsausschlüsse.

Eine wichtige Ausnahme: Bei der Erstverbeamtung greift die Öffnungsaktion — teilnehmende PKV-Anbieter müssen dich trotz Vorerkrankungen aufnehmen, mit maximal 30 % Risikozuschlag und ohne Leistungsausschlüsse.

Familie und Kinder in der PKV

Ein mitversichertes Kind kostet in der Regel etwa 160–270 € im Monat. Neugeborene lassen sich innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt ohne erneute Gesundheitsprüfung nachversichern — das solltest du nicht verpassen.

Du überlegst zu wechseln oder willst dich einfach informieren? Füll den Vorbereitungsbogen aus — dann können wir im Gespräch direkt in die Tiefe gehen, ohne Zeit mit Grundlagen zu verlieren.

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